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Zwischenbericht 3. Quartal 2014

56 Zwischenbericht für das 3. Quartal und die ersten neun Monate 2014    Allianz Konzern In der nachfolgenden Tabelle sind die Effekte aus der Übernahme von IFRS 10 auf die Konzernbilanz zum 31. Dezember 2013 dargestellt. Änderung der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2013 aufgrund der Übernahme von IFRS 10 Mio € 31.12.2013 Wie ursprünglich ausgewiesen Übernahme von IFRS 10 Wie ausgewiesen Erfolgswirksam zum Zeitwert bewertete Finanzaktiva 7 245 - 585 6 660 Finanzanlagen 411 015 133 411 148 Summe Aktiva 711 530 - 452 711 079 Andere Verbindlichkeiten 36 883 - 452 36 431 Summe Fremdkapital 658 682 - 452 658 230 Summe Passiva 711 530 - 452 711 079 Die Übernahme von IFRS 10 erforderte die zusätzliche Konsolidierung bestimmter Investmentfonds, bei denen der ­Allianz Konzern die maßgeblichen Asset-Management-Tätigkeiten steuern kann, ohne dass eine Mehrheitsbeteiligung besteht. Demgegenüber wurden zahlreiche von Dritten verwaltete Investmentfonds, an denen der ­Allianz Konzern beteiligt ist, entkonsolidiert, soweit der ­Allianz Kon- zern keine Bestimmungsmacht ausüben kann. Darüber hinaus bedingte IFRS 10 die Entkonsolidierung von bestimmten Investment- fonds, die überwiegend Vermögenswerte für fondsgebundene Ver- träge enthalten, da Anlageentscheidungen über diese Vermögens- werte nicht im Ermessen des ­Allianz Konzerns stehen. Insgesamt führten diese Änderungen im Konsolidierungskreis zu einer Vermin- derung der Bilanzsumme zum Stichtag der Übernahme von IFRS 10 um 452 Mio €. Aus der Übernahme von IFRS 10 ergab sich kein nennenswerter Effekt auf Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, Konzerngesamt- ergebnisrechnung, Konzerneigenkapitalveränderungsrechnung und Konzernkapitalflussrechnung. IFRS 11, Gemeinschaftliche Vereinbarungen, hat IAS 31, Anteile an Joint Ventures, und SIC-13, Gemeinschaftlich geführte Unter­ nehmen – Nicht monetäre Einlagen durch Partnerunternehmen, abgelöst.GemäßdiesemIFRSisteineParteieinergemeinschaftlichen Vereinbarung verpflichtet, die Art der gemeinschaftlichen Verein­ barung, an der sie beteiligt ist, zu ermitteln, indem sie ihre Rechte und Verpflichtungen aus der Vereinbarung beurteilt. Der IFRS unter- scheidet zwei Arten von gemeinschaftlichen Vereinbarungen: gemeinschaftliche Tätigkeiten und Gemeinschaftsunternehmen. Bei gemeinschaftlichen Tätigkeiten hat das berichtende Unternehmen die Vermögenswerte und Schulden (und die damit verbundenen Erlöse und Aufwendungen) seines Anteils an der Vereinbarung in Übereinstimmung mit den für diese Vermögenswerte, Schulden, Erlöse und Aufwendungen maßgeblichen IFRS anzusetzen und zu bewerten. Demgegenüber hat das berichtende Unternehmen eine Beteiligung an einem Gemeinschaftsunternehmen nach der Equity- Methode in Übereinstimmung mit IAS 28 zu bilanzieren. Die Über- nahme von IFRS 11 hatte keinen wesentlichen Einfluss auf die Ver- mögens-, Finanz- und Ertragslage des ­Allianz Konzerns. Die überarbeitete Fassung von IAS 28, Anteile an assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen, ersetzte den beste- henden IAS 28, Anteile an assoziierten Unternehmen. Der überarbei- tete Standard definiert den Begriff „maßgeblicher Einfluss“, stellt die Anwendung der Equity-Methode dar und beschreibt die Bestimmung des Wertminderungsbedarfs bei assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen. Die Übernahme der überarbeiteten Fassung von IAS 28 hatte keinen wesentlichen Einfluss auf die Vermö- gens-, Finanz- und Ertragslage des ­Allianz Konzerns. IFRS 12, Angaben zu Anteilen an anderen Unternehmen, enthält Angabepflichten, die vormals im Wesentlichen in den IAS 27, 28 und 31 enthalten waren. Ferner beinhaltet dieser IFRS Angabepflichten zu nicht konsolidierten strukturierten Einheiten. Die von IFRS 12 defi- nierten Angabepflichten sind erstmalig im Geschäftsbericht 2014 darzustellen. 3 – Konsolidierung Wesentlicher Zugang Teil des Schaden- und Unfallversicherungsgeschäfts von UnipolSai Assicurazioni S.p.A., Bologna Am 1. Juli 2014 erwarb der ­Allianz Konzern spezifische Vertriebs­ aktivitäten des Schaden- und Unfallversicherungsgeschäfts von Uni- polSai Assicurazioni S.p.A., Bologna („Vertriebsaktivitäten“). Die erworbenen Vertriebsaktivitäten umfassen unter anderem ein Netz- werk von 725 Vertretungen und 470 Mitarbeitern. Zum Jahresende 2014 wird erwartet, dass der ­Allianz Konzern das Portfolio der Schaden- und Unfallversicherungen, das von den übernommenen Vertretungen verwaltet wird, erwerben wird (Portfolio). Die Übertragung des Port- folios muss von der italienischen Versicherungsaufsichtsbehörde Istituto per la Vigilanza sulle Assicurazioni (IVASS) genehmigt werden. Der erworbene Teilgeschäftsbetrieb beinhaltet Versicherungsaktivi- täten mit einem Prämienvolumen von ca. 1,1 Mrd € (für das Jahr 2013). Die übernommenen Vertriebsaktivitäten zusammen mit dem Port­foliogebendem­AllianzKonzerndieeinmaligeGelegenheit,seinen Marktanteil in einem profitablen Kernmarkt weiter zu erhöhen.

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