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Zwischenbericht 3. Quartal 2014

40 Zwischenbericht für das 3. Quartal und die ersten neun Monate 2014    Allianz Konzern Unser Engagement in Staatsanleihen belief sich zum 30. Sep- tember2014aufinsgesamt202,3 Mrd €.DiesentspracheinemAnstieg um 22,7 Mrd € gegenüber dem 31. Dezember 2013. Die Aufteilung auf Staatsanleihen und Anleihen staatsnaher Emittenten blieb weitge- hend unverändert. Der geringfügig niedrigere Anteil deutscher Staatsanleihen spiegelte die Entscheidung wider, bei dem niedrigen Renditeniveau nicht in diese Anleihen zu reinvestieren. Unser absolut gestiegener Bestand an Staatsanleihen war vornehmlich positiven Markteffekten zuzuschreiben. Anlagen in Staatsanleihen aus Italien und Spanien machten einen Anteil von 5,8 % bzw. 1,0 % unseres Ren- tenportfolios aus. Dies spiegelt neue Investments in Spanien in den ersten neun Monaten 2014 wider. Die zuzurechnenden nichtreali­ sierten Gewinne (brutto) beliefen sich auf 4 801 MIO € in Italien und 735 MIO € in Spanien. Unser Engagement in portugiesischen Staats- anleihen blieb begrenzt und verzeichnete geringfügige nichtreali- sierte Gewinne. Unser Engagement in Pfandbriefen erhöhte sich um 5,8 Mrd € auf 108,3 Mrd € und entsprach damit 20 % unseres gesamten Renten- portfolios – ein Prozentpunkt weniger als zum Jahresende 2013. Zu 44 % (31. Dezember 2013: 47 %) bestand dieses Engagement aus deut- schen Pfandbriefen, die entweder durch Darlehen an die öffentliche Hand oder durch Hypothekendarlehen besichert sind. Weitere 16 % bzw. 10 % waren französische bzw. spanische Pfandbriefe. Pfandbriefe unterliegen Mindestanforderungen bezüglich der Risikoabsicherung, undzwardurcheinevorgegebeneBeleihungsgrenzefürdaszugrunde liegende Objekt sowie zusätzlich durch eine freiwillige Überdeckung. Dies bildet einen wesentlichen Sicherheitspuffer gegen sinkende Immobilienpreise und Zahlungsausfälle. Unser Bestand an Unternehmensanleihen stieg um 22,4 MRD € auf 138,7 MRD €. Damit erhöhte sich sein Anteil in unserem Renten- portfolio von 24 % zum Jahresende auf 26 % zum Ende des Berichts- quartals. Zurückzuführen war dies auf neue Investments und, zu einem geringeren Grad, auf die infolge des niedrigeren Zinsniveaus höheren beizulegenden Zeitwerte. Unser Engagement in Bankanleihen blieb fast unverändert bei 33,3 (31. Dezember 2013: 33,1) MRD €. Da sich der Gesamtumfang unseres Rentenportfolios erhöhte, nahm der Anteil dieses Engage- ments um einen Prozentpunkt auf 6 % ab. Dabei erhöhte sich unser Engagement in nachrangigen Anleihen aus dem Bankensektor leicht von 4,8 Mrd € zum 31. Dezember 2013 auf 5,3 Mrd €. Unser Engagement in Asset-Backed Securities (ABS) stieg um 3,6 Mrd € auf 22,0 Mrd € und machte damit weiterhin 4 % unseres fest- verzinslichen Wertpapierportfolios aus. Die Zunahme war vorrangig auf neue Investments zurückzuführen. Etwa 72 % unseres ABS-Be­ stands entfielen auf Mortgage-Backed Securities (MBS). Der Anteil an US-Agency-MBS, die von der US-Regierung gestützt werden, erhöhte sich um einen Prozentpunkt auf 15 % an unserem ABS-Portfolio. Insge- samt waren 98 % des gesamten ABS-Bestands mit „Investment Grade“ bewertet, 87 % erhielten ein „AA“ oder höheres Rating. Kapitalanlageergebnis Kapitalanlageerträge (netto) Mio € 1.7. – 30.9. 1.1. – 30.9. 2014 2013 2014 2013 Zinserträge und ähnliche Erträge (netto)1 5 196 5 036 15 673 15 403 Erträge aus erfolgswirksam zum Zeitwert bewerteten Finanzaktiva und -passiva (netto) - 231 - 563 - 604 - 1 489 Realisierte Gewinne/Verluste (netto) 893 690 2 825 3 028 Wertminderungen auf Finanzanlagen (netto) - 156 - 162 - 592 - 478 Aufwendungen für Finanzanlagen - 261 - 227 - 693 - 653 Kapitalanlageerträge (netto) 5 440 4 774 16 610 15 812 1 Bereinigt um Zinsaufwendungen (ohne Zinsaufwendungen für externe Fremd­finanzierung). Vergleich der dritten Quartale 2014 und 2013 Unsere Kapitalanlageerträge (netto) stiegen um 665 MIO € bzw. 13,9 % auf 5 440 MIO €. Der Anstieg resultierte vorwiegend aus dem verbes- serten Ergebnis bei Erträgen aus erfolgswirksam zum Zeitwert bewerteten Finanzaktiva und -passiva (netto), aber auch aus gestie- genen realisierten Gewinnen und Verlusten (netto). Der Verlust bei Erträgen aus erfolgswirksam zum Zeitwert bewer- teten Finanzaktiva und -passiva (netto) ging um 331 MIO € auf 231 MIO € zurück. Die Vorjahreszahlen waren erheblich von Nettover- lusten aus Währungsumrechnungseffekten und Finanzderivaten – vornehmlich in unserem deutschen Lebens- und Krankenversiche- rungsgeschäft – belastet worden. Finanzderivate setzen wir sowohl zum Schutz vor Aktienkurs- und Wechselkursschwankungen als auch zur Steuerung von durations- und anderen zinsbezogenen Risi- ken ein. Die Erholung im Vergleich zum Vorjahresquartal war insbe- sondere auf ein verbessertes Währungsumrechnungsergebnis zurückzuführen, das im dritten Quartal 2013 vorrangig von Abwer- tungen ausgewählter Schwellenländerwährungen belastet war. Die realisierten Gewinne und Verluste (netto) stiegen um 203 MIO € auf 893 MIO €. Hauptursache waren höhere Erträge aus fest- verzinslichen Wertpapieren und, in geringerem Umfang, aus Aktien. Unsere Zinserträge und ähnlichen Erträge (netto)1 erhöhten sich um 160 MIO € auf 5 196 MIO €. Dies war hauptsächlich auf höhere Zins- erträge infolge eines höheren Anlagebestands zurückzuführen. Die Wertminderungen (netto) lagen nahezu unverändert bei 156 (Q3 2013: 162) MIO €. Die Aufwendungen für Finanzanlagen stiegen um 34 MIO € auf 261 MIO €. Dies war primär auf Provisionen für die Verwaltung von Finanzanlagen zurückzuführen. 1 Bereinigt um Zinsaufwendungen (ohne Zinsaufwendungen für externe Fremdfinanzierung).

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