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Zwischenbericht 3. Quartal 2014

36 Zwischenbericht für das 3. Quartal und die ersten neun Monate 2014    Allianz Konzern Anlagerenditen und das anspruchsvollere aufsichtsrechtliche Umfeld. Dank starker Kapitalpuffer, innovativer Produkte und eines sich verändernden Geschäftsmix sind inzwischen jedoch immer mehr Unternehmen gut für diese Herausforderungen gerüstet. In der Schaden- und Unfallversicherung gehen wir für den Rest des Jahres 2014 und für 2015 vor allem aufgrund der konjunkturellen ErholungvoneinemstabilenBeitragswachstumaus.DiePreiseinder Kraftfahrzeugversicherung bleiben wegen des günstigen Schaden­ umfelds und des intensiven Wettbewerbs in den meisten Märkten unterDruck.BeianderenPrivat-undFirmenkundenspartenistdieLage hingegenentspannter,auchwennwirnichtflächendeckendmiteinem weiteren Anstieg der Beitragssätze rechnen. Insgesamt er­­warten wir, dass die weltweiten Beitragseinnahmen 2014 und 2015 jeweils zwi­ schen 4 % und 5 % steigen (bereinigt um Wechselkurseffekte). Bei den Lebensversicherungen gehen wir von einer Fortsetzung der Erholung des Beitragswachstums aus. In den Industrieländern dürften die steigende Beschäftigung in einigen Märkten und ein neuer Produktmix das Umsatzwachstum unterstützen, während in den Schwellenmärkten vor allem steigende Einkommen und Sozialver- sicherungs­reformen, die zu einer verstärkten Nachfrage nach Alters­ vorsorgeprodukten führen, zu einem starken Wachstum beitragen. AuchdieEntwicklungderFinanzmärktedürftedieNachfragestützen, da die Konsumenten zunehmend nach differenzierteren Sparpro­ dukten fragen, die über Bankeinlagen hinausgehen. Alles in allem schätzenwirdenAnstiegderweltweitenBeitragseinnahmen2014und 2015 auf 3,5 % bis 4,5 % pro Jahr (bereinigt um Wechselkurseffekte). Angesichts anhaltend niedriger Zinsen werden die Versiche­ rungsunternehmen damit fortfahren, ihre Geschäftsmodelle an das schwierige Umfeld anzupassen. Neben einer stärkeren Konzentra­ tion auf das Risikovorsorgegeschäft – einschließlich der Krankenver­ sicherung – dürften neue und flexiblere Garantiekonzepte bei Spar­ produkten in den Vordergrund treten. Gleichzeitig werden die Versicherer weiter nach neuen langfristigen Anlagemöglichkeiten Ausschau halten und dabei insbesondere Infrastrukturanlagen ins Auge fassen. Mit diesen Anpassungen, in Verbindung mit hohen Kapitalpuffern, ist die Versicherungsbranche gut für verschärfte Kapital- und Rückstellungsanforderungen gerüstet. Ausblick für die Asset-Management-Branche In der ersten Jahreshälfte 2014 haben steigende Aktienkurse und sin­ kende Anleiherenditen in den Industrieländern der Asset-Manage- ment-Branche Rückenwind verliehen. Das dritte Quartal 2014 war jedoch eine Konsolidierungsphase, in der ein geringeres erwartetes Weltwirtschaftswachstum und politische Unsicherheiten in den Vor­ dergrund traten. Die Debatten über die von den Zentralbanken ein­ geschlagenen Maßnahmen, insbesondere in den USA und Europa, sorgten ebenfalls für Verunsicherung. Ein weiterer Unsicherheits­ faktor für die Asset-Management-Branche ist die Entwicklung regu­ latorischer Änderungen, insbesondere in den Bereichen Verbrau­ cherschutz und Transparenz. In den letzten Monaten war bei Aktien eine gewisse Volatilität zu beobachten. Da die Marktteilnehmer mit einem Zinsanstieg in den USA rechnen, dürfte diese Instabilität anhalten. Der Dollar gewann in kurzer Zeit stark an Wert und erreichte seinen höchsten Stand seit mehr als vier Jahren. Die Zinsen hingegen waren weiter rückläufig. Dennoch sollten Anleihen durch demografische Entwicklungen und im Falle eines längerfristigen Trends zu höheren Zinsen – insbeson­ dere in den USA – attraktiver werden. Dies gilt vor allem für Anleger in sogenannten „Liability Driven Investments“ – Anlagestrategien, die sich an Verbindlichkeiten orientieren – und für die wachsende Zahl von Rentnern in den Industrieländern, die eine stabile Einkom­ mensquelle suchen. Die anhaltende Verbesserung der wirtschaftlichen Rahmen­ bedingungen, allen voran in den USA, und neue Nachfragetrends werden das Wachstum der Asset-Management-Branche voraussicht­ lich weiter vorantreiben – wobei die Profitabilität der Branche weiter durch in passive Produkte fließende Mittel belastet sein dürfte. Aber auch steigende Vertriebs- oder Marketingkosten treiben die Aufwen­ dungen in die Höhe und setzen die operativen Margen damit unter Druck. Darüber hinaus fordern auch die verschärften regulatori­ schen Bedingungen und die zunehmenden Berichtspflichten ihren Tribut. In einem solchen Umfeld hängt der Erfolg von Asset Managern von ihrer Fähigkeit ab, innovative und kundenorientierte Anlage­ lösungen zu bieten, Ergebnisse über Benchmark-Niveau zu erzielen, vielfältige und umfassende Anlageprodukte und -services anzubieten, umsichtig und umfänglich auf Kundenwünsche einzugehen sowie Volumen und Effizienz ihrer Geschäftstätigkeit zu steigern.

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