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Zwischenbericht 3. Quartal 2014 - Ausblick

35Zwischenbericht für das 3. Quartal und die ersten neun Monate 2014    Allianz Konzern A Konzernzwischenlagebericht 5 Überblick über den Geschäftsverlauf 12 Schaden- und Unfallversicherung 22 Lebens- und Krankenversicherung 28 Asset Management 32 Corporate und Sonstiges 35 Ausblick 38 Vermögenslage und Eigenkapital 45 Überleitungen Wirtschaftlicher Ausblick1 Zum Jahresende 2014 ergeben die weltwirtschaftlichen Rahmen­ bedingungen ein uneinheitliches Bild. Der globale Einkaufsmanager­ index für das verarbeitende Gewerbe beispielsweise blieb im dritten Quartal 2014 stabil über jenem Wert, der eine Zunahme der wirt­ schaftlichen Aktivität signalisiert. Dies deutet auf Steigerungspoten­ zial der weltweiten Industrieproduktion hin. Allerdings war das erreichte Niveau des Index zu einem großen Teil auf die positive Beur­ teilung der Geschäftstätigkeit in der US-Industrie zurückzuführen. Wir gehen davon aus, dass die US-Wirtschaft 2015 ein solides Wachs­ tum verzeichnen wird, das primär von einer anziehenden Binnen­ nachfrage getragen wird. In der Eurozone deuten aktuelle Wirt­ schaftsindikatoren darauf hin, dass sich die Wirtschaft auch im letzten Quartal des Jahres relativ gedämpft entwickelt. Bis Ende 2015 erwarten wir für die Eurozone, dass eine stetig – wenn auch langsam – steigende Binnennachfrage und ein dynamischerer Welthandel zu einem moderaten Aufschwung führen werden. Nach einem Anstieg des realen BIP um 0,8 % im laufenden Jahr rechnen wir in der Euro­ zone für das Jahr 2015 mit einem Zuwachs von 1,2 % – allerdings ver­ bergen sich hinter dieser Zahl erhebliche Unterschiede von Land zu Land. Wir werden zunehmend zwischen „reformierten“ Ländern und Ländern „mit ausstehenden Reformen“ differenzieren müssen. So dürften einige Länder wohl endlich die Früchte ihrer Reformanstren­ gungen ernten und deutlich stärker wachsen als der Durchschnitt der Eurozone. In Ländern mit erheblichem Reformstau wird der Auf­ schwung hingegen relativ schwach und anfällig bleiben. In den Schwellenländern hat sich das Wachstum in den letzten Jahren abge­ schwächt, wobei die Gründe dafür vor allem struktureller Art sind. Wir rechnen damit, dass diese Märkte im laufenden Jahr um 4,1 % wachsen werden, und damit mit der niedrigsten Rate seit der globa­ len Rezession im Jahr 2009. Dank einer dynamischeren Wirtschafts­ aktivität in den osteuropäischen und lateinamerikanischen Ländern dürfte das reale Wirtschaftswachstum 2015 geringfügig auf 4,6 % ansteigen. Insgesamt wird die globale Wirtschaftsleistung 2015 – nach einem voraussichtlichen Plus von 2,5 % im laufenden Jahr – wohl um 3,0 % wachsen. Die Inflation dürfte weltweit niedrig bleiben, nicht zuletzt wegen der hohen Arbeitslosigkeit in vielen Industrie­ 1 Die Angaben zum „Wirtschaftlichen Ausblick“, zum „Ausblick für die Versicherungsbranche“ sowie zum „Ausblick für die Asset-Management-Branche“ basieren auf unseren eigenen Marktschätzungen. Ausblick −− Auftriebskräfte in der Weltwirtschaft behalten die Oberhand. −− Der Ausblick für das operative Ergebnis bleibt unverändert, wobei das obere Ende der Spanne in Reichweite ist. ländern, die den Lohnauftrieb dämpft. Allerdings sind die Risiken für die Weltwirtschaft im Jahresverlauf 2014 gestiegen, vor allem im geo­ politischen Bereich. Ein Beispiel hierfür ist die Gefahr einer erneuten Eskalation des Konflikts zwischen Russland und der Ukraine. Die Finanzmärkte dürften 2015 – wie schon 2014 – im Bann der Geldpolitik und der geopolitischen Spannungen stehen. Die US- Notenbank (Fed) wird voraussichtlich weitere Korrekturen an ihrer außerordentlich expansiven Geldpolitik vornehmen, indem sie den Leitzins bis Ende nächsten Jahres in Richtung der 1 %-Marke anhebt. Es ist jedoch sehr wahrscheinlich, dass die Europäische Zentralbank (EZB) erst nach der Fed mit Zinserhöhungen beginnt, das heißt nicht vor Herbst 2015. Der Ausstieg der EZB aus ihrer extrem lockeren Geld­ politik dürfte sich zunächst auf die Zinspolitik konzentrieren, da die EZB die unbegrenzte Bereitstellung von Liquidität bis Ende 2016 bereits zugesagt hat und die neuen gezielten längerfristigen Refinan­ zierungsmaßnahmen bis Mitte 2016 erfolgen. Mit kurzfristigen Zinssätzen nahe null sind die Aussichten für deutlich höhere Renditen bei längerfristigen Anleihen beschränkt. Unserer Einschätzung nach werden sich die Renditen bei zehnjähri­ gen Bundesanleihen und US-Staatsanleihen bis Ende 2015 lediglich moderat erhöhen.Da dieEZBmit derNormalisierungihrerLeitzinsen später beginnen wird als die Fed, dürfte der US-Dollar gegenüber dem Euro bis weit in das nächste Jahr hinein an Wert gewinnen. Ausblick für die Versicherungsbranche Für den Rest des Jahres 2014 und bis ins Jahr 2015 kann die Versiche­ rungsbranche mit – wenn auch leichtem – Rückenwind rechnen. Gleichzeitig wird aufgrund der jeweiligen politischen, regulatori­ schen und wirtschaftlichen Bedingungen das Wachstum auf den einzelnen Märkten zunehmend auseinanderklaffen. In dieser Hin­ sicht werden wir nicht nur die übliche Wachstumslücke zwischen Schwellen- und Industrieländern sehen, sondern auch zunehmende Unterschiede innerhalb dieser Gruppen, nämlich zwischen Amerika und Europa auf der einen und Asien und anderen Schwellenmärkten auf der anderen Seite. Dasselbe gilt beim Thema Profitabilität: Auch hier bleiben viele Herausforderungen bestehen, etwa die niedrigen

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