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Zwischenbericht 3. Quartal 2014

10 Zwischenbericht für das 3. Quartal und die ersten neun Monate 2014    Allianz Konzern Risikomanagement Das Risikomanagement ist ein wesentlicher Bestandteil unserer Geschäftsprozesse und unterstützt unser wertorientiertes Manage- ment. Weitere Informationen finden Sie im Kapitel „Risiko- und Chancenbericht“ unseres Geschäftsberichts 2013. Das Management des ­Allianz Konzerns hält dessen Risikoprofil insgesamt für angemes- sen und vertraut im Hinblick auf schnelle Veränderungen des Umfelds und die Erfordernisse des laufenden Geschäfts auf die Wirk- samkeit des Konzern-Risikomanagementsystems. Das im letzten „Risiko- und Chancenbericht“ beschriebene Risikoprofil blieb insge- samt unverändert. Während die europäische Staatsschuldenkrise abgeebbt ist, erachten wir die aktuelle konjunkturelle Entwicklung verbunden mit dem anhaltend niedrigen Zinsumfeld in der Eurozone als steigendes Risiko für das Erreichen unserer Kapitalanlageziele. Auch die im Jahres­verlauf deutlich gestiegenen geopolitischen Spannungen und die potenzielle Ausbreitung des Ebola-Virus sind Risiken, die wir genau beobachten. Zudem ist die ­Allianz weiterhin regulatorischen Entwicklungen ausgesetzt. Besonders gilt dies für die europäische Solvency-II-Richtlinie und die Einstufung der ­Allianz als weltweit sys- temrelevantes Versicherungsunternehmen – dies sind Faktoren, die zwar nicht in direktem Zusammenhang mit unserem operativen Kerngeschäft stehen, aber unser Geschäftsumfeld beeinflussen könnten. Entwicklungen an den Finanzmärkten und im Geschäftsumfeld Viele Länder der Eurozone müssen sich derzeit mit einer schwä- chelnden Konjunktur und niedrigeren Inflationsraten befassen, ­worauf auch die Europäische Zentralbank mit ihrer expansiven Geld­ politik reagierte. Infolgedessen werden die Finanzmärkte von einem historisch tiefen Zinsniveau und geringeren Risikoprämien geprägt, sodass Anleger risikoreichere Anlagen den festverzinslichen Anlagen mit erstklassigem Rating vorziehen. Die sich jüngst abschwächende Wachstumsdynamik in der Eurozone, das mit der Umsetzung lang- fristiger Strukturreformen verbundene Risiko in wichtigen Ländern der Eurozone sowie die Unsicherheit bezüglich des künftigen geldpo- litischen Kurses in den USA führen möglicherweise zu einer höheren Marktvolatilität und „einer Flucht in die Qualität“. DiejüngstgestiegenengeopolitischenRisikenunddieimdritten Quartal von den USA und der EU gegen Russland verhängten Sank­ tionen sind für den ­Allianz Konzern kontrollierbar, da unser direktes Kapitalanlageengagement in dieser Region im Vergleich zum gesam- tenKapitalanlageportfoliorelativgeringist.Dennochbeobachtenwir die Entwicklungen genau, da eine signifikante Verschlechterung der Lage negative Auswirkungen für die globalen Märkte haben könnte. Ein solches Szenario könnte unser Geschäft und Risikoprofil indirekt beeinträchtigen. Eine weitere Ausbreitung von Ebola stellt ein indirektes Risiko dar, mit Auswirkungen auf Weltwirtschaft und -handel im Extremfall. In den vergangenen Jahren entwickelten die ­Allianz SE und ihre operativen Einheiten Notfallpläne für verschiedene Krisenszenarien. Überdies wurden weiterhin regelmäßig Szenarioanalysen erstellt, um unsere finanzielle und operative Widerstandsfähigkeit gegen- über großen Schockereignissen zu stärken. Außerdem arbeiten wir weiter daran, unsere Produkteigenschaften und unsere Preisgestal- tung im Geschäftsbereich Lebens- und Krankenversicherung im Hin- blick auf Garantien und Rückkaufbedingungen zu verbessern. Konti- nuierliche Überwachung und mit Umsicht eingegangene Risiken haben für unser Management nach wie vor Priorität. Regulatorische Entwicklungen Im Juli 2013 wurde die ­Allianz durch das Financial Stability Board als eines von neun weltweit systemrelevanten Versicherungsunter­ nehmen (G-SII) eingestuft. Im November 2013 wurde im Rahmen des europäischen Trilogs, an dem der Rat der Europäischen Union, die Europäische Kommission und das Europaparlament beteiligt sind, eine Übereinkunft bezüglich der „Omnibus II“-Richtlinie erreicht. Ergebnis dieser Übereinkunft ist die geplante Einführung des neuen risikobasierten Solvabilitäts-Regimes für die EU ab Januar 2016. Das Europäische Parlament stimmte dem im März 2014 zu. Obwohl im Oktober 2014 ein Entwurf des delegierten Rechtsakts für Solvency II veröffentlicht wurde, steht die finale Verabschiedung noch aus. Außerdem werden technische Standards sowie Leitlinien und Emp- fehlungen zur weiteren Konkretisierung erwartet. Wir nähern uns der Frist bis zur offiziellen Anwendung unseres internen Solvency-II-Modells, was zu einer Ungewissheit in Bezug auf unseren Genehmigungsprozess führt, insbesondere wenn die end- gültigen Regelungen stark von den aktuellen Bestimmungen abwei- chen sollten. Die verbleibende Unsicherheit hinsichtlich der künfti- gen aufsichtsrechtlichen Anforderungen (Solvency II sowie die für G-SIIs anwendbaren) führt auch zu Unsicherheiten in Bezug auf die endgültigen Kapitalanforderungen für die ­Allianz. Absehbar ist jedoch, dass die Solvency-II-Regulierung aufgrund der zugrunde gelegten Marktwertbilanz zu einer gegenüber Solven- cy I erhöhten Volatilität bei den aufsichtsrechtlichen Kapitalanforde- rungen führen dürfte. Letztlich wird die mögliche Vielzahl an auf- sichtsrechtlichen Vorschriften, welche sich aus unterschiedlichen Aufsichtssystemen ergibt, und die daraus resultierenden Kapital- und Reportinganforderungen die operativen Kosten erhöhen.

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